Samstag, 28. September 2013

Fütterungsphilosophien für Hunde & Katzen Pferdefleisch bei Futtermittelallergien: Nein Danke!

Immer häufiger wird bei Fütterungsallergien Pferdefleisch als geeignetes Futtermittel empfohlen.

Die Fütterung von Pferdefleisch sollte jedoch sowohl aus ethischen moralischen, wie auch aus gesundheitlichen Gründen kritisch hinterfragt werden. Als Pferdeliebhaberin und Tierheilpraktikerin lehne ich die Fütterung von Pferdefleisch sowohl aus moralisch ethischen wie auch aus gesundheitlichen Gründen kategorisch ab. In meiner Praxis werden mir zahlreiche Hunde und Katzen mit Futtermittelallergien vorgestellt und Pferdefleisch hat in keinem der mir vorgestellten Fälle zur Symptomfreiheit geführt. Pferde, die als Fleischlieferanten dienen, haben oft ein qualvolles Schicksal hinter sich, bis sie als Pferdefleisch auf dem Teller landen. Als tierliebender Mensch setze ich mich für den Pferdeschutz ein und rate meinen Patientenhaltern konsequent von der Fütterung mit Pferdefleisch ab.

Dieses Video zeigt einmal mehr, wie die Wirklichkeit aussieht und dass Pferdepass und Schlachtbescheinigung kein Garant für nicht mit Medikamenten belastetes Pferdefleisch ist!

Bedenken sollte der Hunde- und Katzenhalter die nachfolgend aufgeführten Aspekte, sofern er in Erwägung ziehen sollte, Pferdefleisch zu füttern:

Allgemeines zur Futtermittelallergie

Futtermittelallergien sind bei Hunden und Katzen weit verbreitet und stark zunehmend. Eine Futtermittelallergie äußert sich in Haut- und Fellproblemen, Juckreiz, Ekzemen, wunden offenen und schorfigen Hautbezirken, Aufbeißen der Krallenregion und in Ohrekzemen. Neben der Haut kann auch – seltener – der Darm betroffen sein. Symptome sind dann Durchfall, wechselnde Kotbeschaffenheit, Blähungen, Blut bzw. Schleim im Stuhl.

Es gibt verschiedene Bestandteile, die zum Allergen werden können

Eine ursächliche und symptombezogene Behandlung setzt bei der Fütterung von Hund und Katze an. Allergene müssen konsequent vom Futterplan gestrichen werden. Da verschiedene Stoffe im Futter und verschiedene Futtermittel Allergie auslösende Faktoren darstellen und zum Allergen werden können, wird die Fütterung bei Verdacht auf Futtermittelallergie komplett umgestellt, was Sinn macht, da in der Regel nicht alle potentiellen Allergieträger gefunden werden können. Allergien können sowohl auf Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe und sonstige synthetisch hergestellte Bestandteile, wie auch auf einzelne Nahrungsmittel selbst bestehen. Eine genaue Austestung ist schwierig. Besteht beispielsweise eine Allergie auf „Rindfleisch“, so ist fraglich, ob diese sich auf das Rindfleisch im allgemeinen oder die in dem ganz bestimmten getesteten Rindfleisch enthaltenen Einzelbestandteile bezieht.

Ausschlussdiät bei Futtermittelallergien

Eine kluge Empfehlung ist generell, eine sogenannte Ausschlussdiät zu praktizieren. Eine Ausschlussdiät beinhaltet die komplette Umstellung der Fütterung auf beispielsweise Kartoffeln und Fisch. Diese Fütterung wird dann einige Wochen konsequent durchgeführt und bei Symptomfreiheit nach und nach weitere Nahrungsmittel, wie beispielsweise Möhren, hinzugefügt. Solange Hund und Katze keine Hautprobleme aufweisen, sind die Allergene somit aus dem Futter verbannt. Treten bei Zufügung weiterer Nahrungsmittel erneut Haut- und Fellprobleme auf, ist das Allergen erkannt und kann wieder aus der Fütterung herausgenommen werden. 

Kritisch zu betrachten: Pferdefleisch in der Fütterung

Lagen allgemeine Empfehlungen für eine Ausschlussdiät vor noch nicht allzu langer Zeit bei Geflügel und Reis oder Kartoffeln und Fisch, liegt heute die allgemeine Empfehlung bei Pferdefleisch. Hier geht es darum, möglichst „neue Futtermittel“ für Hund und Katze auf den Speiseplan zu bringen, um Allergien gleich im Vorfeld generell auszuschließen. Pferdefleisch ist bei uns Deutschen bisher glücklicherweise noch ein Exot auf dem Teller und dieses Faktum soll dafür stehen, dass Allergien auf Pferdefleisch unwahrscheinlich sind und Futtermittelallergien mit der Fütterung von Pferdefleisch der Vergangenheit angehören.

Tiere als Fleischlieferanten

Der Genuss von Fleisch beinhaltet – wie wir alle wissen – eine Menge unschöner Dinge. Sieht man sich in Schweineställen, Rinderställen, Geflügelzuchtanlagen und auf Schlachthöfen um, ist die Problematik unverkennbar. Tiere werden zu Fleischlieferanten ohne Seele und Gefühl. Tiere werden gequält, geschunden, zur Massenware degradiert, über weite Strecken unter fürchterlichen Bedingungen transportiert. Tiere werden nicht mehr als Lebewesen, sondern alleine als Fleischlieferanten verstanden, der Umgang mit Fleisch ist gefühllos und ohne Gnade.

Das Pferd ist kein Fleischlieferant, sondern Freund des Menschen

Pferde haben ähnliche Schicksale. Sie werden von Deutschland nach Italien unter übelsten Bedingungen transportiert, die Überlebenden landen dort auf Schlachthöfen. In Italien ist der Schlachtpreis höher und die Menschen mögen frisches Pferdefleisch, daher wird der Transport mit lebenden Pferden durchgeführt, nicht mit den bereits geschlachteten. Viele Pferde verdursten, werden geschunden, Pferde treten sich gegenseitig tot, Pferde kommen mit gebrochenen Beinen und zahlreichen tiefen Wunden am Zielort an. Auch in Deutschland werden Pferde geschlachtet. Die Bedingungen auf deutschen Schlachthöfen sind unterschiedlich. Bisher spielt sich das Schicksal der Pferde nicht in den Massen ab, wie dies bei Schweinen, Geflügel und Rindern der Fall ist, da Pferdefleisch eher etwas für „Kenner und Feinschmecker“ ist, als dass es bei uns täglich auf den Tisch kommt. Jedoch werden schon heute viele Fohlen selbst anerkannter Züchter nur aus einem Grunde geboren: als Fleischlieferant! Die sogenannte „Überschussware“ landet auf dem Schlachthof, meist im Ausland nach langem furchtbarem Transport. Viele Menschen haben das Fohlenfleisch schon längst als zusätzliche oder auch ausschließliche Einnahmequelle erkannt und züchten nur oder auch aus diesem Grunde. Der Markt ist überschwemmt mit Pferden, so landen viele Haflinger, Freiberger aus der Schweiz und Kaltblüter als Fleischlieferanten auf dem Teller nach oft qualvoller Reise und beschwerten Kindertagen. Durch steigende Empfehlungen bei Futtermittelallergien Pferdefleisch zu füttern, wird das grausame Schicksal vieler Pferde enorm gefördert. Dies führt auf längere Sicht gesehen dazu, dass einerseits mehr Fohlen alleine aus dem Grunde eines Fleischlieferanten gezüchtet werden und ein neuer Wirtschaftszweig daraus entstehen könnte. Darüber hinaus bleiben solche Empfehlungen aus Deutschland dem Ausland nicht verborgen und dort werden letztlich mehr und mehr Pferde aus Deutschland grausam ihrem Henker übergeben nach tagelanger qualvoller Fahrtstrecke.

Pferde sind liebenswert

Das Pferd ist jedoch ein Haustier, es ist ebenso anhänglich, ein ebensolcher Partner und Freund für den Menschen wie Hund und Katze. Wer Hunde und Katzen liebt, derjenige muss auch Pferde lieben, diese edlen, sensiblen und liebenswerten Geschöpfe. Ein echter Tierliebhaber kann nicht verantworten, Pferden durch sinnlose Empfehlungen und Umsetzung dieser einem grausamen Schicksal zuzuführen. Das Pferd ist zahlreichen Liebhabern zum Freizeitvergnügen, zur Freizeitgestaltung, zum geliebten Kumpel geworden. Pferde kämpfen für ihre Menschen im Sport, auf Turnieren, verhelfen ihnen zu Ansehen und Selbstbewusstsein. Auch heute noch arbeitet manches Pferd in der Landwirtschaft und beim Holzgewinn. Das Pferd war und ist dem Menschen in zahlreichen Jahren zum treuesten Freund in allen Situationen geworden. Vor diesem Hintergrund landet das Pferd – mit Ausnahme der Zucht von Fohlen als Fleischlieferant - in aller Regel erst auf dem Schlachthof, wenn es hinreichend mit zahlreichen Medikamenten therapiert wurde und keine Aussicht auf Gesundheit und ein Leben ohne Schmerzen mehr besteht. Der Pferdebesitzer lässt oft nichts unversucht, um das Pferd zu behalten. So kommt es, dass Pferde, die auf dem Schlachthof landen mit Antibiotika, Cortison und Schmerzmittel hinreichend austherapiert sind. Dies führt dazu, dass Pferdefleisch oft auch sehr belastet ist, worüber die Medien jüngst beim "Lasagneskandal" auch wieder berichteten. Die Quellen, woher das viele Pferdefleisch aus Rumänien stammte, blieben weitgehend ungeklärt, ebenso, wie die vielen Pferde ums Leben kamen. Die wenigen Bilder zum grausamen Tod der Pferde im Fernsehen, die gezeigt wurden, sollten zu denken geben!

Futtermittelallergien, was empfehlen Molli & Kröti aus dem Tierheilkundezentrum?

Wir empfehlen Nehls Hundefutter und Nehls Katzenfutter.

Warum?

Weil wir auf den Zusatz sämtlicher Aromastoffe, Füllstoffe, synthetischer Zusatzstoffe, synthetischer Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren ebenso verzichten wie auf Getreide und Zucker.




Weil das Fleisch für Nehls Hundefutter und Katzenfutter aus kontrollierten Betrieben und artgerechter Tierhaltung stammt!

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